Normalgewicht: BMI-Tabelle nach Größe und was sie nicht zeigt

2026-10-04 BMI Normalgewicht Zielgewicht Trendgewicht

Du gibst 1,75 m und 77,1 kg in einen BMI-Rechner ein. Die Anzeige lautet 25,2, daneben steht "Übergewicht". Am Tag davor hat die Waage 76,3 kg gezeigt, das sind 24,9 und damit Normalgewicht. Die Grenze ist dieselbe geblieben, nur die Zahl auf der Waage hat sich um 0,8 kg verschoben.

Normalgewicht bedeutet bei Erwachsenen einen BMI von 18,5 bis unter 25. Den BMI berechnest du als Gewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat. Bei 1,75 m liegt der Normalbereich damit zwischen 56,7 und 76,6 kg.

Die BMI-Klassen für Erwachsene

Die CDC teilt den BMI Erwachsener in vier Klassen ein. Die WHO setzt Übergewicht ab einem BMI von 25 an und Adipositas ab 30.

Klasse BMI
Untergewicht unter 18,5
Normalgewicht 18,5 bis unter 25
Übergewicht 25 bis unter 30
Adipositas 30 und mehr

Die Grenzen sind feste Striche auf einer fließenden Skala. Wer mit BMI 24,9 im Normalbereich liegt, unterscheidet sich von jemandem mit 25,1 kaum, und trotzdem ändert sich das Etikett. Betrachte die Klassen deshalb als grobes Raster. Sie gelten für Erwachsene und sagen nichts über Kinder oder Jugendliche aus, bei denen andere Maßstäbe zählen.

Was die Grenzen in Kilo bedeuten

Die Rechnung lässt sich umdrehen: Untergrenze und Obergrenze ergeben sich aus 18,5 beziehungsweise 25 mal Körpergröße zum Quadrat. Für vier Größen sieht das so aus:

Größe Normalgewicht (BMI 18,5 bis unter 25) Adipositas ab (BMI 30)
1,60 m 47,4 bis unter 64,0 kg 76,8 kg
1,70 m 53,5 bis unter 72,3 kg 86,7 kg
1,80 m 59,9 bis unter 81,0 kg 97,2 kg
1,90 m 66,8 bis unter 90,3 kg 108,3 kg

Zehn Zentimeter mehr Körpergröße schieben die Obergrenze um etwa 8 bis 9 kg nach oben. Das Band ist breit: Bei 1,75 m umfasst es knapp 20 kg. Dein Zielgewicht hat darin viel Spielraum, und es lohnt sich, ihn bewusst zu nutzen.

Ein Beispiel: Bei 1,75 m und 82 kg liegt der BMI bei 26,8. Die Obergrenze von 76,6 kg ist 5,4 kg entfernt. Diese Zahl nimmst du als Orientierung für dein Ziel mit. Ob sie zu deinem Körper passt, klärst du bei Bedarf mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Was der BMI nicht sieht

Der BMI kennt nur Größe und Gewicht. Alles andere fehlt ihm.

Muskelmasse. Muskeln wiegen mehr als die gleiche Menge Fett. Wer regelmäßig Krafttraining macht, kann einen BMI im Übergewichtsbereich haben und wenig Körperfett tragen. Umgekehrt kann ein Mensch mit wenig Muskeln im Normalbereich liegen und einen hohen Fettanteil haben.

Alter. Mit den Jahren verschiebt sich bei gleichem Gewicht das Verhältnis von Muskeln zu Fett. Dieselbe Zahl beschreibt mit 25 und mit 65 Jahren einen anderen Körper.

Fettverteilung. Zwei Menschen mit gleichem BMI tragen ihr Fett an unterschiedlichen Stellen. Hier ergänzt der Taillenumfang die Gesamtzahl. Trendcurve liest Körperfett und Taille aus Apple Health, wenn du diese Maße aktivierst; die Körpermaße sind eine Pro-Funktion.

Ob ein Gewicht für dich gesund ist, beurteilt am Ende eine Ärztin oder ein Arzt. Das gilt besonders unterhalb von 18,5, bei Vorerkrankungen und wenn du eine Essstörung hast oder hattest: Sprich dann mit einem Arzt, bevor du ein Zielgewicht festlegst. Trendcurve ist kein Medizinprodukt.

Die Grenze im Trend lesen

Zurück zur Zahl vom Anfang. Bei 1,75 m Körpergröße und einer Obergrenze von 76,6 kg könnte eine Woche so aussehen: 77,1, 76,3, 77,4, 76,0, 76,8, 77,2 und 76,5 kg.

Drei Tage liegen unter der Grenze, vier darüber. Jeder einzelne Wert würde dich einmal in den grünen und einmal in den orangefarbenen Bereich schicken. Der Mittelwert der sieben Tage liegt bei 76,8 kg, also 0,2 kg über der Grenze. Diese Zahl beantwortet die Frage, wo du stehst. Warum die Tageswerte so streuen, erklärt Warum dein Gewicht täglich schwankt.

Trendcurve glättet diese Streuung zum Trendgewicht. Wie das funktioniert, steht in Trendgewicht statt Tageswert. Du vergleichst dann den Trend mit deiner Obergrenze und lässt die Tageswerte außen vor. In der App liegt die BMI-Skala im Tab Analyse im Abschnitt "Körper" und ist in der kostenlosen Version enthalten. Sie braucht deine Größe, die du in den Einstellungen einträgst.

Beim Anlegen eines Ziels schützt dich Trendcurve außerdem vor einem Zielgewicht im Untergewicht.

Behandle die Grenze erst dann als überschritten, wenn der Trend sie über mehrere Tage hinweg hält. Ein Beispiel für den Zeitpunkt des Eintritts: Dein Trend steht bei 76,8 kg und fällt um 0,4 kg pro Woche. Dann erreicht er 76,6 kg in der Mitte der ersten Woche. Steht der Trend bei 79,0 kg, sind es 2,4 kg, also rund 6 Wochen. Ein einzelner Morgen mit 76,3 kg ändert an dieser Rechnung nichts. Die Prognose mit Zieldatum ist eine Pro-Funktion.

Das Zielgewicht im Band platzieren

Ein Ziel genau auf der Obergrenze fühlt sich nach Erfolg an, sobald die Waage 76,5 kg zeigt. Zwei Tage später kippt es wieder auf 77,0 kg, und der Erfolg ist weg. Plane deshalb einen Puffer ein.

Bei 1,75 m ergibt ein Zielgewicht von 75 kg einen BMI von 24,5. Du liegst 1,6 kg unter der Grenze, und normale Tagesschwankungen reichen nicht aus, um dich darüber zu heben. Aus einem Trend von 76,8 kg sind das 1,8 kg, bei 0,4 kg pro Woche etwa 4 bis 5 Wochen. Zu welcher Rate das passt, steht in Wie schnell solltest du abnehmen?.

Die Untergrenze von 56,7 kg bei 1,75 m ist eine Warnlinie und kein Ziel. Wer in ihrer Nähe landet, braucht keinen weiteren Verlust.

Nach dem Ziel kommt das Halten. Im Halten-Modus legt Trendcurve einen Korridor um dein Zielgewicht, standardmäßig plus und minus 1,5 Prozent. Bei 75 kg reicht er von 73,9 bis 76,1 kg und bleibt damit komplett im Normalbereich. Das Band im Chart und der Status sind kostenlos, Korridor-Verlauf und Frühwarnung gehören zu Pro.

Rechne heute deine Obergrenze aus: 25 mal deine Körpergröße in Metern zum Quadrat. Setze dein Ziel 1 bis 2 kg darunter und vergleiche ab jetzt nur noch dein Trendgewicht mit dieser Linie.