Bulk- und Diät-Tempo: Bin ich im Zielkorridor?
Im Aufbau willst du zunehmen, aber nicht zu schnell. In der Diät abnehmen, aber nicht zu hastig. Die Waage allein sagt dir das nicht, weil sie jeden Tag schwankt. Trag deine Messungen ein: Der Rechner bestimmt dein Tempo aus dem Trendgewicht und vergleicht es mit dem Korridor, den du dir vorgenommen hast.
Deine Daten verlassen nie deinen Browser
Die Berechnung läuft vollständig auf deinem Gerät. Es gibt keinen Upload, kein Konto und keine Speicherung auf unserem Server.
Reihenfolge und Trennzeichen sind egal, Komma oder Punkt als Dezimalzeichen. Mehrere Messungen an einem Tag werden gemittelt.
Datei hierher ziehen oder
Apple Health (export.zip oder export.xml), Withings (weight.csv oder ZIP), Google Fit (Takeout-CSV), Happy Scale, Libra, openScale, Trendcurve und jede CSV mit Datums- und Gewichtsspalte.
Dein Tempo Beispieldaten
Das sind ausgedachte Beispieldaten über zwölf Wochen, damit du siehst, wie ein Ergebnis aussieht. Füge oben deine eigenen Messungen ein.
Geschätzt mit 7.700 kcal je Kilogramm, wie in der Trendcurve-App. Dieser Wert gilt für Fettgewebe. Beim Muskelaufbau zählt es anders: Neue Muskelmasse besteht überwiegend aus Wasser und speichert pro Kilogramm weniger Energie, ihr Aufbau kostet aber selbst Energie. Im Bulk ist die Zahl deshalb nur eine grobe Richtung.
Automatisch jeden Tag: Trendcurve für iPhone und Android
Die App liest dein Gewicht aus Apple Health oder Health Connect und zeigt Trend und 7-Tage-Änderung, ohne Kopieren und Einfügen. Kostenlos, ohne Konto, deine Messungen bleiben auf deinem Gerät.
Dein Tempo jeden Tag aus dem Trend
Trendcurve rechnet deinen Trend nach jeder Messung neu und zeigt die Wochenrate kostenlos. Ziel Zunehmen, Abnehmen oder Halten mit Wunschtempo und Tempo-Warnung gehört dazu. Mit Pro siehst du geplant gegen gemessen und das Kalorienbudget aus deiner gemessenen Wochenrate.
Wie schnell zunehmen im Bulk, wie schnell abnehmen in der Diät?
Wer Muskeln aufbauen will, isst etwas mehr, als er verbraucht. Ist der Überschuss zu klein, tut sich wenig. Ist er zu groß, kommt vor allem Fett dazu. In der Diät ist es umgekehrt: Zu langsam kostet Monate, zu schnell gefährdet die Muskulatur. Deshalb planen viele nicht mit einer Kalorienzahl, sondern mit einem Tempo, meist in Prozent des Körpergewichts pro Woche.
Das Problem: Die Waage schwankt von Tag zu Tag um mehr, als du in einer Woche zu- oder abnehmen willst. Ein Tageswert sagt über dein Tempo fast nichts. Das Trendgewicht glättet Wasser, Salz und Verdauung heraus, und die Steigung des Trends über zwei bis vier Wochen zeigt, wie schnell du wirklich unterwegs bist.
Woher die Voreinstellungen kommen
- Diät: 0,5 bis 1 % des Körpergewichts pro Woche. So empfehlen es Helms, Aragon und Fitschen (2014) in einer Übersichtsarbeit zur Wettkampfvorbereitung im natürlichen Bodybuilding, um möglichst viel Muskulatur zu erhalten.
- Aufbau: 0,25 bis 0,5 % des Körpergewichts pro Woche. Diese Spanne nennen Iraki, Fitschen, Espinar und Helms (2019) in einem narrativen Review für Einsteiger und Fortgeschrittene. Erfahrene Athleten sollten laut derselben Arbeit vorsichtiger zunehmen.
- Halten: ±0,1 kg pro Woche. Das ist keine Studienempfehlung, sondern die Schwelle, unter der die Trendcurve-App von einem Plateau spricht.
- Alle drei sind nur Startwerte. Du kannst jeden Korridor frei einstellen, in Prozent oder in kg beziehungsweise lb pro Woche.
So rechnet der Rechner
- Aus deinen Messungen entsteht das Trendgewicht mit exponentieller Glättung, genau wie in der Trendcurve-App.
- Das Tempo ist die Steigung einer Regressionsgeraden durch die Trendwerte der letzten 14 Tage, wie die Wochenrate der App. Wahlweise rechnet der Rechner über 28 Tage, das glättet stärker.
- Der Prozentwert bezieht sich auf dein aktuelles Trendgewicht. Bei 80 kg sind 0,25 bis 0,5 % also 0,2 bis 0,4 kg pro Woche.
- Im Diagramm beginnt der Korridor beim Trendwert am Anfang des Zeitraums. Liegt die grüne Linie im Band, liegst du im Plan.
- Die Energiebilanz ist das Tempo geteilt durch 7, mal 7.700 kcal je Kilogramm: Ein Trend von plus 0,3 kg pro Woche entspricht rund 330 kcal Überschuss pro Tag.
So wird das Ergebnis verlässlich
- Wiege dich möglichst täglich zur gleichen Zeit, am besten morgens nach der Toilette. Mindestens vier Messungen in 14 Tagen braucht der Rechner.
- Zu Beginn eines Bulks oder einer Diät verschieben sich zuerst Glykogen und Wasser. Die erste Woche zeigt deshalb oft ein Tempo, das nichts mit Fett oder Muskeln zu tun hat. Warte ein bis zwei Wochen.
- Kreatin, viel Salz oder ein Wechsel bei den Kohlenhydraten verschieben ebenfalls Wasser. Rechne danach lieber über 28 Tage.
- Die Waage misst Gewicht, nicht Muskeln. Ob die Zunahme aus Muskeln oder Fett besteht, zeigen Taillenumfang, Fotos und Kraftwerte besser.
Quellen
- Helms ER, Aragon AA, Fitschen PJ. Evidence-based recommendations for natural bodybuilding contest preparation: nutrition and supplementation. J Int Soc Sports Nutr 2014;11:20. doi.org/10.1186/1550-2783-11-20 · PubMed
- Iraki J, Fitschen P, Espinar S, Helms E. Nutrition Recommendations for Bodybuilders in the Off-Season: A Narrative Review. Sports (Basel) 2019;7(7):154. doi.org/10.3390/sports7070154 · PubMed